Motorradtouren in den Vogesen — Route des Crêtes, Pässe und Elsass
Die Vogesen sind für viele deutsche Motorradfahrer das erste richtige Bergrevier — nah genug für ein langes Wochenende, aber mit Pässen, Höhenstraßen und Serpentinen, die nichts mit dem Mittelgebirge zu Hause zu tun haben.
Das Besondere an der Region ist der Kontrast auf kurzer Distanz: oben die kahlen Bergrücken der Hochvogesen mit weiten Blicken bis zum Schwarzwald und an klaren Tagen bis in die Alpen, unten am Ostrand die elsässische Weinstraße mit Fachwerkdörfern, die aussehen wie aus dem Bilderbuch.
Die Route des Crêtes
Die Route des Crêtes ist die bekannteste Straße der Region und der Grund, warum die meisten überhaupt herkommen. Sie folgt über Dutzende Kilometer dem Hauptkamm der Vogesen, größtenteils oberhalb der Baumgrenze, mit Blick nach beiden Seiten.
Angelegt wurde sie im Ersten Weltkrieg als militärische Versorgungsstraße entlang der damaligen Front — eine Geschichte, die an mehreren Stellen sichtbar bleibt, etwa am Collet du Linge, wo ein Museum und erhaltene Stellungen an die Kämpfe erinnern.
Der Grand Ballon ist mit 1.424 Metern der höchste Punkt der Vogesen und liegt direkt an der Strecke. Fahrerisch ist die Höhenstraße eher fließend als anspruchsvoll; ihr Reiz liegt in der Streckenführung über den Kamm und in den Ausblicken, nicht in engen Kehren.
Pässe, Seen und das Elsass
Die eigentliche Kurvenarbeit liegt in den Pässen, die den Kamm queren: Col du Bonhomme und Col de la Schlucht sind die bekanntesten, dazu kommen zahlreiche kleinere Verbindungen, die von der Rheinebene in die Täler hinaufführen. Sie sind enger, steiler und deutlich anspruchsvoller als die Höhenstraße selbst.
Auf der Westseite liegen die Eiszeitseen — Lac de Longemer, Lac Blanc — in Kesseln unterhalb des Kamms. Die Zufahrten dorthin gehören zu den schönsten Nebenstrecken der Region.
Am Ostrand beginnt das Elsass. Eguisheim, Riquewihr und Kaysersberg liegen wenige Kilometer auseinander, dazwischen Weinberge und die Haut-Koenigsbourg auf ihrem Felssporn über der Ebene. Als Kontrastprogramm zum Kamm ist das kaum zu schlagen — als Fahrstrecke ist es allerdings langsam und im Sommer touristisch gut besucht.
Beste Reisezeit für Vogesen
Mai bis Oktober. Die Route des Crêtes ist im Winter abschnittsweise gesperrt und wird meist erst im Frühjahr wieder komplett freigegeben. Auf dem Kamm ist es spürbar kühler und windiger als in der Rheinebene — auch im Hochsommer gehört warme Kleidung ins Gepäck. Nebel auf dem Kamm ist häufig und kann die Aussicht komplett schlucken.

Geführt durch Vogesen fahren
Wir fahren die Region in kleinen Gruppen mit eigenem Motorrad. Strecke, Hotel und Halbpension sind organisiert.
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Aktuell ist ein Termin für diese Region ausgeschrieben. Jede Tour fährt mit eigenem Motorrad, in kleiner Gruppe und mit Hotel inklusive Halbpension.
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Motorradfahren in Vogesen — häufige Fragen.
Wie lang ist die Route des Crêtes?
Die Höhenstraße zieht sich über den Hauptkamm der Vogesen und lässt sich gut mit den querenden Pässen zu einer Tagestour verbinden. Wer nur die Route des Crêtes abfährt, ist in wenigen Stunden durch — der Reiz der Region liegt darin, sie mit den Passzufahrten aus den Tälern zu kombinieren.
Sind die Vogesen für Motorrad-Wiedereinsteiger geeignet?
Die Höhenstraße selbst ist fließend zu fahren und stellt keine besonderen Ansprüche. Die querenden Pässe und die kleinen Talzufahrten sind dagegen eng und teils steil. Wer zügig in der Gruppe mitfahren will, sollte sein Motorrad in Kehren sicher beherrschen — unsere geführten Vogesen-Touren sind auf erfahrene Fahrer ausgelegt.
Wann ist die Route des Crêtes geöffnet?
Im Winter sind Abschnitte der Höhenstraße wegen Schnee gesperrt. Verlässlich befahrbar ist sie in der Regel von Mai bis Oktober. Auf dem Kamm liegt die Temperatur deutlich unter der in der Rheinebene, und Nebel ist auch im Sommer keine Seltenheit.
