Motorradtouren in der Pfalz — Pfälzerwald, Felsenland und Deutsche Weinstraße
Die Pfalz ist eines der dichtesten Kurvenreviere Deutschlands, und sie ist es auf kleinem Raum. Zwischen Donnersberg im Norden und der französischen Grenze im Süden liegen keine 80 Kilometer Luftlinie — dazwischen aber ein zusammenhängendes Waldgebiet, durch das sich Straßen ziehen, die kaum je geradeaus führen.
Der Pfälzerwald ist das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands und UNESCO-Biosphärenreservat. Für Motorradfahrer bedeutet das vor allem eines: wenig Durchgangsverkehr, viele Nebenstrecken und Täler, die sich über Kilometer hinziehen, ohne dass eine Ortsdurchfahrt den Rhythmus bricht.
Die charakteristischen Strecken
Das Dahner Felsenland im Süden ist der landschaftlich eigenwilligste Teil der Region. Aus dem Wald ragen freistehende Buntsandsteinfelsen, teils mit Burgruinen darauf. Der Teufelstisch bei Hinterweidenthal — ein pilzförmiger Sandsteinfels — ist das bekannteste Fotomotiv der Gegend und liegt direkt an der Strecke.
Das Elmsteiner Tal im zentralen Pfälzerwald ist die klassische Genussstrecke: ein langgezogenes, enges Waldtal mit gleichmäßigem Kurvenrhythmus und wenig Gegenverkehr. Wer den Pfälzerwald von Norden nach Süden durchquert, kommt kaum daran vorbei.
Die Deutsche Weinstraße bildet den östlichen Rand. Sie ist selbst keine Kurvenstrecke, sondern eine Verbindung durch die Weinorte am Haardtrand — Bad Dürkheim mit dem Riesenfass, Maikammer, das Hambacher Schloss. Ihr Reiz liegt im Kontrast: rechts die Rheinebene, links die Waldberge, in die jede Seitenstraße hineinführt.
Der Donnersberg (687 m) im Norden ist die höchste Erhebung der Pfalz. Die Auffahrt und die Nordpfalz drumherum sind offener und schneller als der Pfälzerwald — eine gute Ergänzung, wenn man nicht den ganzen Tag im Wald fahren will.
Was die Pfalz fahrerisch verlangt
Die Pfälzer Strecken sind eng und wechselhaft, aber nicht alpin. Es gibt keine Serpentinen mit Höhenmetern, sondern viele mittelschnelle Kurven in schneller Folge, oft mit unübersichtlichem Verlauf durch den Wald. Das belohnt sauberes Fahren mehr als Leistung.
Der Belag ist überwiegend gut, auf kleinen Waldsträßchen aber stellenweise feucht und im Frühjahr rutschig durch Laub und Rollsplitt. An Wochenenden mit gutem Wetter ist die Region gut besucht — unter der Woche fährt es sich deutlich entspannter.
Beste Reisezeit für Pfalz
April bis Oktober. Die Pfalz ist ein Frühjahrs- und Herbstrevier: Im Hochsommer ist es in der Rheinebene oft schwül, während der Wald angenehm bleibt. Die Weinlese im September und Oktober bringt viel Betrieb an die Weinstraße, dafür die schönsten Farben in den Wald.

Geführt durch Pfalz fahren
Wir fahren die Region in kleinen Gruppen mit eigenem Motorrad. Strecke, Hotel und Halbpension sind organisiert.
Unverbindlich anfragen07948 940939Geführte Motorradreisen Pfalz.
Aktuell ist ein Termin für diese Region ausgeschrieben. Jede Tour fährt mit eigenem Motorrad, in kleiner Gruppe und mit Hotel inklusive Halbpension.
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Motorradfahren in Pfalz — häufige Fragen.
Wo fährt man in der Pfalz am schönsten Motorrad?
Der zentrale und südliche Pfälzerwald bietet die dichteste Kurvenfolge — insbesondere das Elmsteiner Tal und das Dahner Felsenland mit dem Teufelstisch. Wer offenere und schnellere Strecken sucht, fährt in die Nordpfalz rund um den Donnersberg. Die Deutsche Weinstraße eignet sich als landschaftliche Verbindung zwischen beiden.
Wann ist die beste Zeit für eine Motorradtour in der Pfalz?
April bis Oktober. Frühjahr und Frühherbst sind am angenehmsten: Im Hochsommer wird es in der Rheinebene schwül, und an schönen Wochenenden ist die Region stark befahren. Unter der Woche hat man die Waldstrecken weitgehend für sich.
Wie lange braucht man für die Pfalz?
Die Region ist kompakt genug, um sie von einem Standort aus zu erfahren. Drei bis vier volle Fahrtage reichen, um Pfälzerwald, Felsenland, Weinstraße und Nordpfalz kennenzulernen, ohne dass sich Strecken wiederholen — bei uns sind das rund 900 Kilometer in fünf Tagen.
