Cevennen · Frankreich

Mit dem Motorrad durch die Cevennen — Schluchten, Causses und einsame Straßen

Die Cevennen im Süden Frankreichs sind Teil des Zentralmassivs und eines der letzten Reviere Westeuropas, in denen man auf kurvenreichen Straßen stundenlang kaum jemandem begegnet. Wer aus den überlaufenen Alpen kommt, merkt den Unterschied sofort.

Die Region lebt vom Wechsel zwischen tief eingeschnittenen Flussschluchten und den Causses — kargen Kalkhochebenen, die als UNESCO-Welterbe geschützt sind. Zwischen beiden liegen ständig Höhenmeter, und genau daraus entsteht die Streckenführung, für die die Cevennen bekannt sind.

Corniche des Cévennes und Gorges du Tarn

Die Corniche des Cévennes ist die klassische Panoramastrecke der Region. Sie verbindet auf rund 60 Kilometern Florac und Saint-Jean-du-Gard und folgt dabei einem Höhenrücken mit weiten Ausblicken über die umliegenden Täler. Ursprünglich war sie eine historische Handelsroute — heute ist sie eine der schönsten Motorradstrecken Frankreichs.

Die Gorges du Tarn sind das Gegenstück dazu: eine tief eingeschnittene Schlucht, in der die Straße dem Fluss zwischen steilen Felswänden folgt, vorbei an Dörfern, die sich an die Hänge klammern. Die Strecke ist eng, schattig und wegen des Ausblicks langsamer zu fahren, als es die Kurven zulassen würden.

Der Cirque de Navacelles — ein gewaltiger Talkessel, den ein Mäander des Flusses Vis aus der Hochebene gefräst hat — und der Col du Minier gehören zu den weiteren festen Punkten jeder Cevennen-Runde.

Die Höhen: Mont Lozère und Mont Aigoual

Der Mont Lozère erreicht 1.699 Meter und ist der höchste Punkt der Cevennen. Die Auffahrten führen aus den bewaldeten Tälern hinauf in eine offene, fast baumlose Granitlandschaft — landschaftlich der stärkste Kontrast, den die Region zu bieten hat.

Der Mont Aigoual mit 1.567 Metern ist der zweite große Gipfel und bei klarer Sicht ein Aussichtspunkt, von dem aus die Blicke weit über das Zentralmassiv reichen.

Ausgangspunkt für Touren in die Region ist häufig Anduze am Südrand, das als „Tor zu den Cevennen" gilt. Von dort erreicht man Schluchten wie Höhen jeweils in überschaubarer Zeit.

Beste Reisezeit für Cevennen

Mai/Juni und September. Im Hochsommer wird es im Süden Frankreichs sehr heiß, und die bekannteren Abschnitte füllen sich mit Urlaubsverkehr. Frühsommer und Frühherbst bieten angenehme Temperaturen, stabiles Wetter und deutlich leerere Straßen — nicht zufällig liegen unsere Cevennen-Termine genau dort.

Motorradfahren in Cevennen, Frankreich

Geführt durch Cevennen fahren

Wir fahren die Region in kleinen Gruppen mit eigenem Motorrad. Strecke, Hotel und Halbpension sind organisiert.

Unverbindlich anfragen07948 940939
Termine

Geführte Motorradreisen Cevennen.

Aktuell sind 2 Termine für diese Region ausgeschrieben. Jede Tour fährt mit eigenem Motorrad, in kleiner Gruppe und mit Hotel inklusive Halbpension.

26. September 2026 – 04. Oktober 2026

Cevennen Motorradreise 2026

Steile Schluchten, einsame Hochebenen & UNESCO-Welterbe.

9 Tage · ca. 1.900 km · Rundreise · Plätze verfügbar

15. Mai 2027 – 23. Mai 2027

Cevennen Motorradreise 2027

Steile Schluchten, einsame Hochebenen & UNESCO-Welterbe.

9 Tage · ca. 1.900 km · Rundreise · Plätze verfügbar

Häufige Fragen

Motorradfahren in Cevennen — häufige Fragen.

Was macht die Cevennen für Motorradfahrer besonders?

Vor allem die geringe Verkehrsdichte. Die Cevennen liegen abseits der großen Urlaubsrouten, viele Straßen sind kaum befahren, und die Streckenführung wechselt ständig zwischen engen Flussschluchten und offenen Hochebenen. Dazu kommen mit der Corniche des Cévennes und den Gorges du Tarn zwei Strecken, die auch im europäischen Vergleich herausstechen.

Wann sollte man mit dem Motorrad in die Cevennen fahren?

Mai, Juni und September sind die besten Monate. Im Juli und August ist es im Süden Frankreichs sehr heiß und auf den bekannten Strecken deutlich voller. Im Frühjahr und Frühherbst hat man angenehme Temperaturen und weitgehend freie Straßen.

Wie anspruchsvoll sind die Strecken in den Cevennen?

Anspruchsvoll. Die Straßen sind eng, oft ohne Leitplanke, mit engen Kehren und wechselndem Belag. Dazu kommen lange Tagesetappen, wenn man mehrere Highlights verbinden will — auf unseren geführten Cevennen-Touren sind es bis zu 350 Kilometer am Tag. Fahrerfahrung in Kehren ist Voraussetzung.